KI für HR-Teams
Aufbau und Einführung von KI-Routinen für Stellenanzeigen, Bewerbungssichtung, Zeugnisse, Onboarding-Texte und wiederkehrende HR-Verwaltung.
KI im HR-Team ist bei Nick's Advisory kein Tool-Verkauf, sondern die Einführung konkreter Routinen in den Werkzeugen, die Ihr Unternehmen bereits bezahlt, meist Microsoft Copilot, ChatGPT Enterprise oder Claude. Ein zusätzliches Spezialtool ist selten nötig und bedeutet immer einen neuen Vertrag mit eigener Datenschutzprüfung. Jedes Projekt beginnt mit dem Betriebsrat, nicht mit dem Tool: Ein System, das Bewerbungen sortiert, Zeugnisse formuliert oder Leistungsdaten zusammenfasst, gilt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts als technische Einrichtung, die zur Überwachung geeignet ist. Damit greift § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, und der Betriebsrat hat ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht. Wird das übergangen, kann er die Nutzung stoppen, und die Vorarbeit war umsonst.
Fünf Routinen, nach Nutzen und Risiko geordnet
Stellenanzeigen: erster Entwurf in Minuten statt Stunden, meist ohne Betriebsvereinbarung möglich, weil kein Screening beteiligt ist.
Arbeitszeugnisse: Stichworte der Führungskraft werden zum Entwurf in Zeugnissprache, ein Mensch prüft und unterschreibt.
Onboarding-Texte: Willkommensmails, Checklisten, rollenspezifische FAQ, entlastet HR ohne den persönlichen Empfang zu ersetzen.
Mitarbeiterfragen: automatisierte erste Antworten auf wiederkehrende HR-Fragen, mitbestimmungspflichtig.
Screening-Unterstützung: als Hochrisiko-Anwendung nach der EU-KI-Verordnung eingestuft, erst mit Betriebsvereinbarung produktiv.
Der Rahmen, der jede Routine trägt
Betriebsvereinbarung nach § 87 BetrVG, verhandelt bevor ein Tool produktiv geht.
Auftragsverarbeitung nach DSGVO für jedes eingesetzte Werkzeug.
Einstufung nach EU-KI-Verordnung, inklusive Hochrisiko-Prüfung bei Screening.
Menschliche Letztentscheidung vertraglich festgeschrieben: automatisierte Ablehnungen, Leistungsrankings und Emotionserkennung sind ausgeschlossen.
Wo noch keine Betriebsvereinbarung steht, überbrückt eine KI-Richtlinie den Übergang, ohne das Mitbestimmungsrecht zu ersetzen.
Ablauf eines KI-Projekts
Use-Case-Inventur gemeinsam mit dem Betriebsrat: welche Routinen KI bekommen sollen, welche bewusst nicht.
Zwei parallele Stränge: die Betriebsvereinbarung wird verhandelt, die ersten Routinen werden als Entwürfe gebaut und mit dem HR-Team getestet.
Produktivstart, sobald der Rahmen steht, meist zuerst bei Stellenanzeigen oder Zeugnisentwürfen, oft innerhalb weniger Tage.
Einstiegsformat: ein halber Tag, eine Routine, ein Prompt-Set.
Als eigenständiges Projekt mit eigenem Umfang oder als Baustein innerhalb eines laufenden Interim- oder Fractional-Mandats.