04.11.2026 · Interim Management

Interim Manager oder Festanstellung: Wann lohnt sich was?

Eine Vakanz lässt sich oft nicht so schnell füllen, wie das Geschäft es braucht. Wann Interim Management die bessere Wahl ist und wann eine Festanstellung.

Beides schließt sich nicht aus: Oft überbrückt ein Interim Manager die Zeit, bis die feste Besetzung startet. Die Frage ist, was dein Unternehmen gerade braucht. Geht es um eine zeitlich begrenzte Aufgabe, oder um eine Rolle, die dauerhaft bleibt?

Die Unterschiede auf einen Blick

Interim ManagerFestanstellung
VerfügbarkeitOft innerhalb weniger Tage oder WochenSuche und Kündigungsfristen dauern häufig Monate
DauerBefristet auf das MandatUnbefristet
KostenHoher Tagessatz, aber begrenzte LaufzeitGehalt, Nebenkosten und meist Suchkosten
StärkeErfahrung aus ähnlichen Situationen, UnabhängigkeitLangfristiger Aufbau, Bindung an das Unternehmen
GrenzeWissen geht mit, wenn keine Übergabe geplant istFehlbesetzung lässt sich schwer korrigieren

Interim passt, wenn …

  • eine Schlüsselposition plötzlich frei wird und das Geschäft nicht warten kann,
  • eine Sanierung, Transformation oder Integration ein klares Ende hat,
  • dir für eine begrenzte Aufgabe die Erfahrung im Haus fehlt,
  • du einen unabhängigen Blick und Entscheidungen ohne interne Rücksichten brauchst.

Festanstellung passt, wenn …

  • die Aufgabe dauerhaft bleibt und Teams über Jahre aufgebaut werden sollen,
  • Bindung und Kultur im Vordergrund stehen,
  • dir für die Besetzung genug Zeit bleibt.

Was kostet das?

Marktübersichten nennen für Deutschland Tagessätze von durchschnittlich rund 1.300 Euro, die Spanne reicht etwa von 800 bis 3.000 Euro. Als Faustregel gilt: Der Tagessatz liegt bei rund einem Prozent eines vergleichbaren Jahresgehalts. Über einen Provider kommt oft eine Vermittlungsgebühr dazu. Das sind Richtwerte, kein Angebot.

Rechne nicht nur den Tagessatz gegen das Gehalt. Der Interim Manager kostet nur, solange du ihn brauchst, verursacht aber im Einsatz höhere Tageskosten. Und auch eine unbesetzte Position kostet Geld, durch verzögerte Projekte oder liegengebliebene Entscheidungen. Erdwig Holste bringt das in unserem Gespräch so auf den Punkt: Ein leerer Chefsessel ist teurer.

Worauf du achten solltest

  • Ziel: Lege fest, was am Ende erreicht sein soll und woran ihr den Erfolg messt.
  • Übergabe: Plane von Anfang an, wie das Wissen im Unternehmen bleibt.
  • Vertrag: Lass die Vertragsgestaltung prüfen, damit es nicht zu einer Scheinselbständigkeit kommt.

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